Häufig gestellte Fragen

Technische Fragen
A. Paraquat wirkt in Gegenwart von Licht und trocknet die grünen Pflanzenteile aller Pflanzen aus, mit denen es in Berührung kommt. Nach der Anwendung dringt es beinahe sofort durch das Blatt in die Pflanze ein. Die Aufnahme wird durch hohe Lichtintensität und Feuchtigkeit sowie durch ein besonderes Adjuvans-System erhöht, das gewöhnlich in die Formulierung eingebaut wird. Es sorgt für eine starke Retention der Spritzflüssigkeit und eine gute Benetzung der Zielblätter. Tankmischungen müssen Adjuvantien zugesetzt werden, falls die Formulierung keine enthält. Der Wirkort von Paraquat befindet sich in den Chloroplasten. Diese enthalten die Fotosynthesesysteme grüner Pflanzen, welche die Lichtenergie absorbieren, die zur Zuckersynthese verwendet wird. Paraquat wirkt am fotosynthetischen Membransystem, dem so genannten Fotosystem I, das freie Elektronen zum Antrieb der Fotosynthese produziert. Die freien Elektronen von Fotosystem I reagieren mit dem Paraquat-Ion und bilden ein freies Radikal. Es wird durch Sauerstoff schnell wieder rückgewandelt und dabei entstehen Superoxide. Die chemisch hoch reaktiven Superoxide greifen ungesättigte Membranfettsäuren an; dadurch werden Zellmenbranen und –gewebe schnell aufgebrochen und abgebaut. Der Prozess Paraquat-Ion/freies Radikal beginnt von neuem und liefert weitere Mengen an Superoxid, bis keine freien Elektronen mehr vorhanden sind. Ein sichtbares Welken der behandelten Pflanzen ist unter warmen, hellen Bedingungen innerhalb von Stunden zu beobachten, kann aber unter dunklen, kalten Bedingungen länger dauern. Darauf erscheinen bald braune, ausgetrocknete oder chlorotische Gewebe. Licht, Sauerstoff und Chlorophyll zusammen sind also für die schnelle, charakteristische herbizide Wirkung von Paraquat erforderlich. Durch die aufgebrochenen Zellmembranen kann Wasser aus der Pflanze austreten. Dies führt zum schnellen Austrocknen der Blätter.
 
A. Paraquat ist ein nichtselektives Breitbandherbizid (Totalherbizid) der Bipyridyliumgruppe. Reine Paraquat-Salze sind weiß und die technischen Produkte gelb. Es sind kristalline, geruchlose, hygroskopische Pulver. Paraquat ist in Alkohol schwach löslich und praktisch unlöslich in organischen Lösungsmitteln. In wässrigen Formulierungen ist Paraquat nicht explosiv und nicht entzündlich. Es korrodiert Metalle und ist nicht mit dem Netzmittel Alkylarylsulfonat kompatibel. Es ist in Säure und neutralen Lösungen stabil, wird aber von Basen schnell hydrolysiert.
 
Strukturformel Paraquat ist ein starkes Kation und bleibt dort, wo es appliziert wird
Beschreibung Weißer, kristalliner Feststoff wie Zucker
Löslichkeit Gut wasserlöslich. Unlöslich in Fett wie Natriumchlorid
Dampfdruck Vernachlässigbar, unter 1 x 10-9 mm Hg    wie Kupfermünzen
Toxizität  (45,6% technisch)     Einatmen nicht möglich
Orale LD50 (technisches Material in der Ratte) = 283 mg/kg   
wie Benzin
 
Molekülstruktur
Molecular Structure Paraquat (1,1'-dimethyl-4,4'-bipyridylium dichloride)
Paraquat (1,1'-dimethyl-4,4'-bipyridyliumdichlorid)
A. Ja. So wie Resistenzen gegen andere Herbizide auftreten, wurden auch Paraquat-Resistenzen festgestellt.
Aber die rasche Entwicklung Glyphosat-resistenter Kulturen (Glyphosat ist ein anderes übliches Herbizid) stimuliert die Nachfrage nach Paraquat, da es immer mehr Glyphosat-tolerante oder –resistente Unkräuter gibt. Paraquat nimmt eine immer wichtigere Rolle in IPS-Programmen (Integrierter Pflanzenschutz) im Zusammenhang mit Glyphosat-toleranten Kulturen und in anderen Situationen ein, in denen Glyphosat über lange Zeiträume hinweg intensiv genutzt wurde.
Es gibt Erfassungsprogramme, die Landwirte und Berater unterstützen sollen, das Ausmaß der Herbizidresistenz abzuschätzen und Bekämpfungsstrategien zu planen. Beispiele für derartige Erfassungsprogramme sind hier zu finden: http://www.weedscience.org/in.asp http://www.resistancefighter.com/
 
A. Nein. Es gibt eine Reihe von Gründen, warum eine Herbizidtoleranz gegenüber Paraquat nicht vermarktet wird. Ein wichtiger Grund ist, dass Paraquat so schnell wirkt, dass es technisch schwierig ist, eine erfolgreiche Resistenz zu erreichen.
Außerdem besteht dort, wo Glyphosat-resistente Kulturen eingeführt wurden, immer die Gefahr, dass herbizid-resistente Unkräuter in aufeinander folgenden Kulturen aufkommen und die Wirksamkeit der Unkrautbekämpfung herabsetzen. Daher hat der größte Paraquat-Hersteller Syngenta die Entscheidung getroffen, keine transgenen Paraquat-resistenten Kulturen einzuführen, damit Paraquat ein hochwirksames Mittel (vor der Einsaat eingesetztes Herbizid) zur Kontrolle Glyphosat-resistenter Unkräuter bleibt.
 
A. Erstaunlicherweise wurde in über 40-jähriger Forschung kein anderes Herbizid gefunden, das die gleichen einzigartigen Vorteile von Paraquat bietet. Landwirte fragen weiterhin nach Paraquat, weil sie die schnelle Kontaktwirkung, Regenfestigkeit und hervorragende Wirksamkeit in ihren Anbauprogrammen nutzen wollen.
 
Vorteile und Alternativen
A. Paraquat ist ein wertvolles Herbizid in Industrie- und Entwicklungsländern, das für Landwirte, Gesellschaft und Umwelt Vorteile bringt. Wenn Paraquat gemäß den Empfehlungen des Herstellers verwendet wird, bietet es eine sichere, effiziente Unkrautbekämpfung, schafft soziale und wirtschaftliche Vorteile und schützt den Boden für zukünftige Generationen. Die wichtigsten Vorteile von Paraquat sind:

Wirtschaftliche Vorteile, die den Landwirten helfen, auf Ihrem Land höhere Erträge zu erzielen

  • Schnelle Wirkung, komplette Kontrolle aller grünen Pflanzengewebe innerhalb von 1-7 Tagen
  • Erhöhte Erträge dank einer frühzeitigen Unkrautbekämpfung mit Paraquat, durch die die Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe eingeschränkt wird
  • Möglichkeit des Einsatzes bei allen Witterungsbedingungen. Paraquat ist 15 Minuten bis 1 Stunde nach der Anwendung regenfest und seine Aufnahme ist nicht von Temperatur oder Bodenfeuchtigkeit abhängig. Dadurch ist es besonders gut für den Anbau in tropischen Regionen geeignet.
  • Reduziert den Arbeitsaufwand an Arbeitskräften, z. B. das Jäten von Hand, und ist ein sehr effizientes Mittel zur Unkrautbekämpfung zwischen Pflanzenreihen
  • Zeitsparend, da es mit anderen Herbiziden und Düngemitteln mischbar ist; dadurch können mehrere Produkte in einem Arbeitsgang ausgebracht werden
  • Der ideale Partner für IPS-Programme (Integrierter Pflanzenschutz), um resistente Unkräuter zu bekämpfen

Schutz der Kulturen

  • Die Wirkung von Paraquat ist auf den grünen Pflanzenteil beschränkt, mit dem es in Kontakt kommt; es wird innerhalb der Pflanze nicht in andere Pflanzenteile verfrachtet.

Umweltfreundlich

  • Überschüssiges Paraquat läuft nicht an der Oberfläche ab und gelangt nicht durch den Boden ins Grundwasser.
  • Paraquat trägt zur Reduzierung der Bodenerosion

    Definition

    Umlagerung von Feststoffen (Boden, Schlamm, Felsen oder andere Partikel), in der Regel durch die Einwirkung von Strömungen wie Wind, Wasser oder Eis durch eine nach unten oder hangabwärts gerichtete Bewegung.

    Verlässliche Online-Referenzen und -Ressourcen

    http://soilerosion.net/ Auf der "Soil Erosion"-Website werden verlässliche Informationen über die Bodenerosion von verschiedenen Fachdisziplinen und Quellen zusammengetragen. Sie ist bestrebt, die maßgebliche Internetquelle für all diejenigen zu sein, die mehr über Bodenabtrag und Bodenschutz erfahren möchten.
    durch Wind oder Regen bei, da es nur auf die oberirdischen Teile der Unkräuter einwirkt und die Wurzeln intakt hält. Dies trägt zur Bodenbindung bei, da Wurzeln den Boden stabilisieren.
  • Paraquat wird beim Bodenkontakt schnell von Tonmineralien gebunden und biologisch deaktiviert.
  • Es ist das ideale Herbizid für den Einsatz in konservierenden Bodenbearbeitungssystemen und Verfahren, bei denen ganz auf die Bodenbearbeitung verzichtet wird (Direktsaat

    Definition

    Auch konservierende Bodenbearbeitung oder Null-Bodenbearbeitung genannt. Eine Art, Jahr für Jahr Kulturen anzubauen, ohne den Boden durch Bodenbearbeitung, die üblicherweise mit traktorgezogenen Maschinen erfolgt, zu stören.

    Verlässliche Online-Referenzen und -Ressourcen

    http://www.no-till.com Ein Online-Portal mit Informationen über Anbau durch Direktsaat.
    )

Vorteile für den Verbraucher

  • Aufgrund seiner Deaktivierungseigenschaften sowie der Anwendungsmethode und des Anwendungsziels hinterlässt Paraquat praktisch keine Rückstände in Nahrungsmitteln. 2004 wurde Paraquat im Rahmen einer regelmäßigen Neubewertung von Rückständen in Nahrungsmitteln vom Joint FAO/WHO Meeting on Pesticide Residues (JMPR) geprüft. „Das JMPR kam zu dem Schluss, dass die Aufnahme von Paraquat-Rückständen, die sich aus den vom laufenden JMPR berücksichtigten Anwendungsbereichen ergeben, kaum ein Problem für die öffentliche Gesundheit darstellen dürfte.“
    Die komplette Fassung des JMPR-Berichts von 2004 ist hier abrufbar:
    http://www.fao.org/agriculture/crops/en/
A. Zu Paraquat gibt es keine echte Alternative, zumindest keine, die dieselben Vorteile aufweisen könnte. Paraquat zeichnet sich durch einzigartige Eigenschaften aus. Es ist das einzige schnell und präzise wirkende Breitbandherbizid. Andere Breitbandprodukte wirken langsam, stark oder moderat systemisch und sind nach der Anwendung witterungsempfindlich. Daher sind sie keine echten Alternativen zu Paraquat auf Märkten, die eine schnelle, präzise Anwendung, Schutz der Kulturen und Bodenerhaltung durch Erhaltung von Wurzelmassen erfordern. Paraquat macht den Anbau gewisser Nahrungsmittelpflanzen in Entwicklungsländern existenzfähig, schafft größere soziale und wirtschaftliche Vorteile, reduziert die Bodenerosion

Definition

Umlagerung von Feststoffen (Boden, Schlamm, Felsen oder andere Partikel), in der Regel durch die Einwirkung von Strömungen wie Wind, Wasser oder Eis durch eine nach unten oder hangabwärts gerichtete Bewegung.

Verlässliche Online-Referenzen und -Ressourcen

http://soilerosion.net/ Auf der "Soil Erosion"-Website werden verlässliche Informationen über die Bodenerosion von verschiedenen Fachdisziplinen und Quellen zusammengetragen. Sie ist bestrebt, die maßgebliche Internetquelle für all diejenigen zu sein, die mehr über Bodenabtrag und Bodenschutz erfahren möchten.
durch Wasser und Wind und schützt den Boden für zukünftige Generationen.
Sichere Anwendung
A. Bei der Anwendung und Handhabung von Paraquat müssen die für alle Pflanzenschutzmittel

Definition

Das verantwortungsbewusste und ethische Management eines Pflanzenschutzmittels auf eine Weise, die die Interessen von Anwendern, zukünftigen Generationen und anderen Arten vollständig und in einem ausgewogenen Verhältnis berücksichtigt.

Verlässliche Online-Referenzen und -Ressourcen

http://www.croplife.org/ CropLife International ist der weltweite Verband der in der Pflanzenwissenschaft tätigen Unternehmen und ein Netzwerk regionaler und nationaler Verbände in 91 Ländern. Diese Verbände engagieren sich durch Forschungsarbeiten und die Entwicklung innovativer Technologien in den Bereichen Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung außerhalb der Landwirtschaft, Saatgut und Pflanzenbiotechnologie für eine nachhaltige Landwirtschaft.
geltenden Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. Das heißt:
  1. Stets vorsichtig sein
  2. Das Produktetikett lesen und verstehen
  3. Auf gute persönliche Hygiene achten
  4. Dafür sorgen, dass die Spritzgeräte gepflegt und gewartet werden
  5. Persönliche Schutzkleidung und –ausrüstung benutzen, wo dies erforderlich ist. Für Paraquat heißt das: Bei der Handhabung des konzentrierten Produkts Augenschutz und Handschuhe; beim Spritzen von Pflanzenschutzmitteln im Allgemeinen normale Kleidung wie langärmelige Hemden, lange Hosen und wasserdichte Schuhe.
Einzelheiten für den Umgang mit Pflanzenschutzmitteln finden Sie hier.
 
A. Der Schlüssel zur sicheren Handhabung aller Pflanzenschutzmittel

Definition

Das verantwortungsbewusste und ethische Management eines Pflanzenschutzmittels auf eine Weise, die die Interessen von Anwendern, zukünftigen Generationen und anderen Arten vollständig und in einem ausgewogenen Verhältnis berücksichtigt.

Verlässliche Online-Referenzen und -Ressourcen

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, einschließlich Paraquat, ist Information und Schulung. Paraquat wird seit 40 Jahren hergestellt und in großem Umfang eingesetzt. Durch die Unterstützung von staatlichen Beratungsdiensten, Herstellern, Lieferanten, Händlern und anderen Gruppen haben die Landwirte große Fortschritte im sicheren und wirksamen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gemacht. Infolgedessen sind sie sachkundiger geworden und können sich selbst, die Verbraucher und die Umwelt besser schützen.
Etiketten sind die erste Informationsquelle für Landwirte, aus der sie erfahren, wie die Produkte in einer Weise gehandhabt und angewendet werden können, dass sie den Zielschädling wirksam bekämpfen, aber kein unnötiges Risiko für Mensch oder Umwelt darstellen. Aber in den Entwicklungsländern hat das niedrige Bildungsniveau zur Folge, dass viele Landwirte die Etiketten nicht lesen können. Zu ihrer Hilfe wurden Piktogramme entwickelt, um den Landwirten zu zeigen, wie sie die Produkte sicher verdünnen und benutzen können. Diese werden jetzt in Entwicklungsländern zur Illustration des Etikettentexts verwendet.  
Umweltaspekte
A. Nein, Paraquat ist nicht auf der PIC-Liste verzeichnet. Die PIC (Prior Informed Consent - vorherige Zustimmung nach Inkenntnissetzung) ist eine Regelung des Übereinkommens von Rotterdam. Es betrifft gewisse Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel oder Industriechemikalien, die aus Gesundheits- oder Umweltschutzgründen in mindestens 2 Ländern verboten sind oder strengen Beschränkungen unterliegen, sowie Pestizidformulierungen, die von einem Entwicklungs- oder Schwellenland für die Aufnahme in die PIC-Liste vorgeschlagen wurden, weil nach Exposition unter Anwendungsbedingungen schwerwiegende Auswirkungen beobachtet wurden. Über das PIC-Verfahren erhalten Länder Informationen über die Chemikalien in Form von Entscheidungshilfedokumenten (DGDs - Decision Guide Documents), die jedoch oftmals auf den von den meldenden Ländern eingereichten Inhalt beschränkt sind. Die Länder müssen dann über ihre bezeichneten nationalen Behörden entscheiden, ob diese Chemikalien und Pestizidformulierungen weiterhin eingeführt werden dürfen, wobei die DGDs zur fundierten Entscheidungsfindung beitragen können. Wenn Sie sich weiter darüber informieren oder die Übersicht der zurzeit dem PIC-Verfahren unterliegenden Chemikalien, einsehen möchten, besuchen Sie die PIC-Website.
A. Nein. Umfangreiche Langzeitfeldstudien bestätigen – und Regierungs- und Kontrollbehörden der ganzen Welt stimmen dem zu -, dass der normale Einsatz von Paraquat gemäß den Anwendungsempfehlungen auf dem Etikett kein unakzeptables Risiko für die Umwelt darstellt. Diese Studien haben Folgendes gezeigt:
  • Paraquat ist im Boden inaktiv
  • Paraquat kann nicht durch den Boden wandern
  • Paraquat belastet das Grundwasser nicht
  • Paraquat ist bei normalem Gebrauch nicht gefährlich für Fische
  • Paraquat stellt keine Gefahr für Haus- und Nutztiere dar
  • Paraquat stellt keine signifikante Gefahr für die Wildfauna dar
 
Sicherheit für die Öffentlichkeit
A. Ja. Verbraucher kommen durch den Verzehr behandelter Kulturen kaum mit Paraquat in Kontakt, da die meisten Paraquat-Anwendungen keine nachweisbaren Rückstände in Nahrungsmitteln hinterlassen Nach Prüfung der verfügbaren Informationen kam die amerikanische EPA zu dem Schluss, dass: „die Gesamtexposition mit Paraquatdichlorid-Rückständen für Säuglinge, Kinder und die allgemeine Bevölkerung mit höchster Wahrscheinlichkeit keine schädlichen Folgen hat. Darüber hinaus glaubt die Agentur aufgrund der vorliegenden Daten nicht, dass die von Paraquat ausgelösten Effekte mit denen anderer strukturell ähnlicher Substanzen kumulierbar sind.“ (US EPA, 1997)
 
A. In den späten 1960er Jahren warnte die US-Regierung – möglicherweise in dem Versuch, Leute vom Marihuana-Konsum abzuhalten -, dass viele Kulturen mit Paraquat gespritzt worden waren und dass das Rauchen daher bedenklich sei. Aber unabhängige Instanzen haben Paraquat in dieser Anwendung untersucht. Jenny Pronczuk de Garbino (Ref: 1) erklärte: „Kein Lungen- oder sonstiger Schaden bei Marihuana-Rauchern wurde je einer Paraquat-Kontamination zugeschrieben.“ D.P. Morgan erklärt in einer Veröffentlichung der amerikanischen Environmental Protection Agency zu diesem Thema: „Das Rauchen von Paraquat-kontaminiertem Marihuana führt nicht zu Lungenschäden, da das Herbizid beim Rauchen zu Dipyridyl verbrannt wird, das keine toxische Gefährdung darstellt“ (Ref: 2). Die Paraquat-Hersteller vermarkten das Herbizid zur Bekämpfung von Unkräutern und kontrollieren nicht, für welche Anwendungen die Kunden es einsetzen. Wenn Sie mehr über die Anwendungen von Paraquat in der Landwirtschaft erfahren möchten, besuchen Sie den Abschnitt Einsatz von Paraquat auf der Welt auf dieser Website. Ref 1: J. Pronczuk de Garbino, Epidemiology of paraquat poisoning. In: C Bismuth, and AH Hall, Editors, Paraquat poisoning: mechanisms, prevention, treatment, Marcel Dekker, New York (1995), pp. 37-51. Ref 2: Dr J. Routt Reigart, Dr James R Robert 1999 Paraquat and Diquat Recognition and Management of Pesticide Poisonings 5th edition US Environmental Protection Agency 1999. Weitere Informationen siehe: http://www.epa.gov/pesticides/safety/healthcare/handbook/Chap12.pdf
Sicherheit für den Menschen
A. Unter normalen Gebrauchsbedingungen (d. h. gemäß den Angaben auf dem Etikett) ist Paraquat sicher für Anwender und Begleiter. Für den Umgang mit Pflanzenschutzmitteln wird allgemein empfohlen, bei der Handhabung des konzentrierten Produkts Augenschutz und Handschuhe zu tragen und beim Spritzen normale Kleidung wie langärmelige Hemden, lange Hosen und wasserdichte Schuhe. Die Einhaltung dieser Empfehlungen bietet bereits ein hohes und ausreichendes Sicherheitsniveau für den Einsatz von Paraquat in der Landwirtschaft. 2004 wurde Paraquat erneut von führenden internationalen Organisationen geprüft, unter anderem von der FAO (Welternährungsorganisation) und dem UN Joint Meeting on Pesticide Residues (JMPR), in dem Fachleute der WHO (Weltgesundheitsorganisation) und der FAO zusammenarbeiten. Diese Fachleute bestätigen, dass der Gebrauch vom Paraquat ungefährlich ist, wenn dieses sachgerecht eingesetzt wird. Durch seine physikalischen Eigenschaften ist es sicher zu handhaben, wenn die Anweisungen auf dem Etikett eingehalten werden. Das europäische Scientific Committee on Plants (SCP) erklärt: „Auf der Grundlage von Feldexpositionsstudien, die durch Informationen aus Umfragen zur Gesundheit von Anwendern bekräftigt werden, ist das SCP der Ansicht, dass der Gebrauch von Paraquat keine signifikante Gesundheitsgefahr für den Anwender darstellt, wenn es als Pflanzenschutzmittel vorschriftsgemäß unter Einhaltung der guten Arbeitspraktiken eingesetzt wird.“ (SCP, 2002) Aus über 40-jährigem Gebrauch und verschiedenen Prüfungen durch internationale Kontrollbehörden ergab sich die Schlussfolgerung, dass Paraquat sicher für Anwender, die Umwelt, Verbraucher sowie Flora und Fauna ist, wenn es für den vorgesehenen Zweck als Herbizid verwendet wird. Seine Sicherheit wurde durch die Zulassung für den Gebrauch in über 100 Ländern rund um den Globus, einschließlich derjenigen mit den striktesten Verordnungen wie USA, bestätigt.
A. Die potentielle Langzeitgefährdung durch den Gebrauch von Paraquat wurde ebenfalls studiert. Die Weltgesundheitsorganisation kommt zu dem Schluss (Environmental Health Criteria, 1984), dass sich die Gesundheitsparameter, die bei Anwendern bzw. Nichtanwendern von Paraquat gemessen werden, nicht signifikant unterscheiden. Daher sind die Autoren der Ansicht, dass der Gebrauch von Paraquat über einen längeren Zeitraum keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Dies wurde durch detaillierte Untersuchungen bestätigt, in denen die Gesundheit von Personen, die Paraquat über einen längeren Zeitraum angewendet hatten, mit der von nicht exponierten Personen verglichen wurde.
A. Der Weltgesundheitsorganisation (Environmental Health Criteria 39, 1984) zufolge hat sich Paraquat in Langzeitstudien an Ratten und Mäusen nicht als teratogen (Fehlbildungen verursachend) oder karzinogen (krebserzeugend) erwiesen. Im aktuellen Zulassungsdokument der EPA für Paraquat (EPA ‚RED’, August 1997) wird klar gesagt, dass die EPA die Substanz nicht für neurotoxisch hält. Die EPA erklärt auch, dass keine neurotoxikologische Entwicklungsstudie erforderlich ist.
 
A. Ein endokriner Disruptor ist eine synthetische Substanz, die nach der Aufnahme in den Körper Hormone entweder nachahmt oder blockiert und dadurch die normalen Körperfunktionen unterbricht. Wie es für alle Pflanzenschutzmittel

Definition

Das verantwortungsbewusste und ethische Management eines Pflanzenschutzmittels auf eine Weise, die die Interessen von Anwendern, zukünftigen Generationen und anderen Arten vollständig und in einem ausgewogenen Verhältnis berücksichtigt.

Verlässliche Online-Referenzen und -Ressourcen

http://www.croplife.org/ CropLife International ist der weltweite Verband der in der Pflanzenwissenschaft tätigen Unternehmen und ein Netzwerk regionaler und nationaler Verbände in 91 Ländern. Diese Verbände engagieren sich durch Forschungsarbeiten und die Entwicklung innovativer Technologien in den Bereichen Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung außerhalb der Landwirtschaft, Saatgut und Pflanzenbiotechnologie für eine nachhaltige Landwirtschaft.
üblich ist, wurde auch Paraquat einer kompletten vorschriftsmäßigen toxikologischen Untersuchung unterzogen, einschließlich der vorgeschriebenen Studien an Säugetieren. Solche Studien erlauben die Untersuchung der toxikologischen Auswirkungen nach einer wiederholten Paraquat-Exposition einer Reihe von Tierarten. Studien wie diese bewerten die Fähigkeit von Substanzen, signifikante Nebenwirkungen durch Unterbrechung des Hormonsystems zu verursachen; ein Zusammenhang zwischen endokriner Disruption und Paraquat konnte nicht nachgewiesen werden.
A. Nein. Paraquat ist nicht flüchtig und daher kann kein Dampf in die Atemwege gelangen. Darüber hinaus sind die Spritztropfen, die von den zur Anwendung von Paraquat-haltigen Produkten und anderen Pflanzenschutzmitteln verwendeten Rückentragespritzen oder Sprühanhängern erzeugt werden, zu groß, um eingeatmet zu werden. Die meisten Tropfen aus den Spritzgeräten haben einen Durchmesser von 100 bis 200 Mikrometern, aber ein Teilchen muss kleiner als 10 Mikrometer sein, um in die Lufträume der Lunge eindringen zu können. Die großen Spritztropfen können nicht in das Atmungssystem eindringen. Die amerikanische EPA kommt zu dem Schluss, dass „die bei landwirtschaftlichen Praktiken verwendeten Partikel weit über der inhalierbaren Größe liegen und die Toxizität beim Einatmen daher kein Grund zur Besorgnis ist.“ (US EPA, 1997).
 
A. Paraquat ist wie viele andere handelsübliche Chemikalien gefährlich, und es hat Todesfälle gegeben, nachdem das konzentrierte Produkt in ausreichender Menge verschluckt wurde, in der Regel bei Selbstmordversuchen. Auf dem Etikett für Paraquat-haltige Produkte wird angegeben, dass das Produkt stets im Originalbehälter aufzubewahren ist und nicht in Lebensmittel-, Getränke- oder anderen Behältern gelagert werden darf. Paraquat-haltige Produkte sollten auch weggeschlossen werden, wenn sie nicht in Gebrauch sind. Laut FAO-Spezifikation für Paraquat müssen sowohl technische Konzentrate als auch wasserlösliche Konzentrate (SL) und wasserlösliche Granulate (SG) ein wirksames Emetikum (Brechmittel) in einer Mindestkonzentration erhalten. Diesen Produkten können auch Farbstoffe und stark riechende Warnsubstanzen zugesetzt werden. Syngentas Paraquat-Produkte entsprechen den Anforderungen der 2003 und 2008 aktualisierten FAO-Spezifikation. Das Unternehmen hat in alle seine Paraquat-SL-Formulierungen (wasserlösliche Konzentrate) drei „Sicherheitsmittel“ eingebaut, um unbeabsichtigtes Verschlucken zu verhindern und Missbrauch entgegenzuwirken: Einen blauen Farbstoff, um Verwechslungen mit Getränken zu verhindern, eine Warnsubstanz mit starkem, abstoßendem Geruch und ein Emetikum, das nach Verschlucken Erbrechen herbeiführt. Es wird weithin angenommen, dass diese Entwicklungen zur Senkung der Unfallzahlen beigetragen haben. Im Pestizidklassifikationssystem der WHO International Program for Chemical Safety sind über 500 Chemikalien klassifiziert.
Klasse Anzahl der Wirkstoffe
“Extrem gefährlich, Klasse Ia”   29
“Hoch gefährlich, Klasse Ib”   61
“Mäßig gefährlich, Klasse II” 123
“Leicht gefährlich, Klasse III” 122
“Stoffe, die beim normalen Gebrauch keine Gefahr darstellen” 246
Paraquat wird zusammen mit über 100 anderen Wirkstoffen als „mäßig gefährlich“ (WHO-Klasse II) eingestuft. Informationen über das vollständige Klassifikationssystem erhalten Sie hier: http://www.who.int/ipcs/publications/pesticides_hazard_2009.pdf
 
Unbeabsichtigtes Verschlucken
A. In den 1960er und 1970er Jahren gab Todesfälle durch unbeabsichtigtes Verschlucken von Paraquat. Dies erfolgte vor allem durch versehentliches Verschlucken, nachdem das Produkt in Gefäße abgefüllt worden war, die nicht für Pestizide bestimmt sind (z. B. Getränkeflaschen). Vor über 20 Jahren wurden Schritte unternommen, um sicherzugehen, dass sich alle Anwender von Paraquat bewusst sind, dass es Chemikalien enthält und ausschließlich zur Unkrautbekämpfung eingesetzt werden darf. Syngenta, der führende Hersteller von Paraquat, hat in alle seine SL Paraquat-Formulierungen drei "Sicherheitsmittel" eingebaut, um versehentliches Verschlucken zu verhindern und Missbrauch entgegenzuwirken: · ein blauer Farbstoff (um Verwechslungen mit Getränken zu verhindern) · eine Warnsubstanz (mit starkem, abstoßendem Geruch) · ein Emetikum (Brechmittel) Dies wurde inzwischen in die 2003 und 2008 aktualisierte FAO-Spezifikation für Paraquat aufgenommen. Danach müssen sowohl technische Konzentrate als auch SL- und SG-Formulierungen von Paraquat eine Mindestdosis eines wirksamen Emetikums enthalten. Diesen Produkte können auch Farbstoffe und stark riechende Warnsubstanzen zugesetzt werden. Syngentas Paraquatprodukte erfüllen die Spezifikationen der FAO. Die überarbeitete Paraquat-Spezifikation ist hier einsehbar: Kommentatoren haben die positiven Auswirkungen dieser Stewardship

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Das verantwortungsbewusste und ethische Management eines Pflanzenschutzmittels auf eine Weise, die die Interessen von Anwendern, zukünftigen Generationen und anderen Arten vollständig und in einem ausgewogenen Verhältnis berücksichtigt.

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-Aktivitäten in Ländern wie Malaysia und Costa Rica bemerkt, wo das unbeabsichtigte Verschlucken zurückgegangen ist (Sabapathy, 1995; Wesseling et al., 1997).
Darüber hinaus enthalten die Etiketten von führenden Herstellern klare Sicherheitsinformationen in der Landessprache, die in Ländern mit niedrigem Bildungsstand durch Piktogramme ergänzt werden.
A. Ja. Als Paraquat in den 60er Jahren erstmals eingeführt wurde, war die Unsitte verbreitet, Pflanzenschutzmittel

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Das verantwortungsbewusste und ethische Management eines Pflanzenschutzmittels auf eine Weise, die die Interessen von Anwendern, zukünftigen Generationen und anderen Arten vollständig und in einem ausgewogenen Verhältnis berücksichtigt.

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http://www.croplife.org/ CropLife International ist der weltweite Verband der in der Pflanzenwissenschaft tätigen Unternehmen und ein Netzwerk regionaler und nationaler Verbände in 91 Ländern. Diese Verbände engagieren sich durch Forschungsarbeiten und die Entwicklung innovativer Technologien in den Bereichen Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung außerhalb der Landwirtschaft, Saatgut und Pflanzenbiotechnologie für eine nachhaltige Landwirtschaft.
in kleine Behälter, z. B. Trinkflaschen umzugießen, ohne diese entsprechend zu beschriften. Die ersten Paraquat-Formulierungen waren geruchlose, rötlich-braune Flüssigkeiten, die leicht mit Getränken wie Cola, Tee oder Rotwein verwechselt werden konnten. Daher kam es leider zu einer Reihe tödlicher Vergiftungen infolge eines unbeabsichtigten Verschluckens.
 
A. Im Laufe der Jahre hat sich ein gutes Verständnis von Paraquat entwickelt. Paraquat hat wie viele natürliche und synthetische Chemikalien eine schädigende Wirkung auf den menschlichen Körper, wenn es in ausreichender Menge verschluckt wird. Paraquat greift insbesondere Nieren- und Lungenzellen an und hohe Konzentrationen können die zellulären Abwehrmechanismen lahm legen und zu Lungen- und Nierenschäden führen. (Weitere Informationen siehe Lock und Wilks, 2001.) Wenn Sie genau verstehen möchten, wie sich Paraquat auf den menschlichen Körper auswirkt und welche Behandlungsoptionen es gibt, besuchen Sie die folgende Website, die Material enthält, das gemeinsam von der Abteilung für Gesundheitsbewertung und Umweltsicherheit von Syngenta und der Abteilung für Medizinische Toxikologie am britischen Guy's & St Thomas' Hospital NHS Trust in London zusammengestellt wurde: http://www.syngenta.com/global/corporate/en/pqmedguide/Pages/index.aspx
A. Die Behandlung eines Patienten, der ein konzentriertes, Paraquat-haltiges Produkt verschluckt hat, beginnt damit, dass er in Wasser aufgelöste Adsorbantien wie Bentonitton, Fullererde oder Aktivkohle trinkt. Dies nutzt die Eigenschaft des Produkts aus, sich an Materialien wie Ton zu binden und dadurch inaktiv zu werden. Es können Abführmittel verwendet werden, um das Paraquat aus dem Körper zu eliminieren. Den Gesundheitsbehörden und Giftzentren auf der ganzen Welt werden Behandlungsbroschüren mit zusätzlichen Informationen zur Verfügung gestellt. Wenn Sie genau verstehen möchten, wie sich Paraquat auf den menschlichen Körper auswirkt und welche Behandlungsoptionen es gibt, besuchen Sie die folgende Website, die Material enthält, das gemeinsam von der Abteilung für Gesundheitsbewertung und Umweltsicherheit von Syngenta und der Abteilung für Medizinische Toxikologie am britischen Guy's & St Thomas' Hospital NHS Trust in London zusammengestellt wurde: www.syngenta.com/pqmedguide/index.html
A. Nein, diese von Syngenta zugesetzten Sicherheitssubstanzen sind nicht in allen Ländern vorgeschrieben und werden nur von einigen, aber längst nicht von allen Paraquat-Herstellern verwendet.
A. Ja. Es gibt keinen Zweifel, dass im Laufe der vergangen 40 Jahre, in denen Pflanzenschutzmittel

Definition

Das verantwortungsbewusste und ethische Management eines Pflanzenschutzmittels auf eine Weise, die die Interessen von Anwendern, zukünftigen Generationen und anderen Arten vollständig und in einem ausgewogenen Verhältnis berücksichtigt.

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verbreitet eingesetzt wurden, viel über ihren sicheren Gebrauch gelernt wurde.Schulungs- und Aufklärungsprogramme, die sich auf den effizienten und sicheren Einsatz konzentrieren sowie auf die Gefahren eines übermäßigen Gebrauchs bzw. Missbrauchs hinweisen, konnten das Bewusstsein der Anwender stärken, dass Pflanzenschutzmittel sorgfältig gehandhabt und angewendet werden müssen.
Aus jüngeren Daten geht hervor, dass zwar noch Unfälle und Zwischenfälle am Arbeitsplatz passieren, dass aber die meisten Landwirte Pflanzenschutzprodukte einsetzen, ohne ihre Gesundheit zu gefährden, und dass sie große Fortschritte bei der Übernahme sicherer Anwendungspraktiken gemacht haben.
 
A. Die Hersteller von Paraquat und anderen Pflanzenschutzmitteln haben sich nach dem Verhaltenskodex der FAO (Welternährungsorganisation) zu richten. Dieser Kodex umreißt die Verantwortlichkeiten der verschiedenen Industrieakteure beim Vertrieb und Gebrauch. Der Verhaltenskodex ist auf der FAO-Website einsehbar: http://www.fao.org/docrep/005/y4544e/y4544e00.htm 
 
Selbstmord
A. Leider wird auch von Situationen berichtet, bei denen Paraquat von Selbstmordwilligen absichtlich verschluckt wurde. Das Schlucken von Pflanzenschutzmitteln ist eine der üblichen Selbstmordmethoden, gehört aber nicht zu den häufigsten, und Paraquat ist nicht das am häufigsten verwendete Produkt (WHO, 2001, FDA 2003, Landwirtschaftsministerium, Indien, 2000). Selbstmorde im Zusammenhang mit Paraquat werden in den Medien oft herausgestrichen, da es sich um ein gut bekanntes, sehr verbreitetes Produkt handelt. Es wurden Studien durchgeführt, um die Fortschritte zu bewerten, die bei der Senkung der Selbstmordzahlen erreicht wurden. Die Ergebnisse dieser Studien zeigen, dass Fortschritte gemacht wurden. So in Malaysia: „Nach einem Höhepunkt in den 80er Jahren sind die Selbstmordzahlen im Zusammenhang mit Paraquat zurückgegangen“ (Sabapathy, 1995). Zusätzliche Informationen über Selbstmord sind hier nachzulesen: Suicide Prevention Efforts in Europe“ - Weltgesundheitsorganisation (WHO) (2002) „Thailand’s Country Profile on Pesticide Poisonings“ - Food and Drug Administration (FDA, Amerikanische Zulassungsbehörde für Lebensmittel und Medikamente) (2003) “A Report on Harmonized Pesticide Poisoning Database in India“ - Landwirtschaftsministerium, Indien (1999-2000)
 
A. Es ist zu berücksichtigen, dass Paraquat eine von vielen Chemikalien ist, die bei Selbstmordversuchen verwendet werden. In Ländern mit hohen Selbstmordraten in ländlichen Gegenden – China und Indien – wird von den Pflanzenschutzmitteln hauptsächlich die Gruppe der Insektizide verwendet. Da Pflanzenschutzmittel in Kleinbetrieben verbreitet zum Einsatz kommen, sind sie für diese tragischen, oft impulsiven Handlungen leicht verfügbar. Selbstmorde im Zusammenhang mit Paraquat werden in den Medien oft herausgestrichen, da es sich um ein gut bekanntes, sehr verbreitetes Produkt handelt. Derzeit werden Maßnahmen eingeführt, um das Problem der Selbstmorde im Zusammenhang mit Pflanzenschutzmitteln zu lösen. Projekte zur Förderung der sicheren Lagerung von Pflanzenschutzmitteln an verschlossenen Orten zeigen viel versprechende Ergebnisse. Dort, wo der Gesetzgeber vorschreibt, dass Pflanzenschutzmittel unter Verschluss zu halten sind, vor allem in entwickelten Ländern, sind Selbstmorde durch diese Produkte äußerst selten geworden.
 
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A. Wir empfehlen Ihnen, die gesamte Website des Paraquat-Informationszentrums sowie die angegebenen Links zu lesen, um sich umfassend über Paraquat zu informieren. Mit Hilfe der Suchmaschine können Sie spezifische Informationen und Antworten auf Ihre Fragen finden. Sollten Sie jedoch weitere Fragen zu Paraquat haben, die hier nicht beantwortet werden, benutzen Sie bitte das Kontaktformular des Paraquat-Informationszentrums, um mit uns in Verbindung zu treten.