No-till

Verringert die Bodenerosion
Paraquat stabilisiert den Boden, da es die Unkräuter abtötet, aber die Wurzeln intakt lässt.
Fallstudie
Im Fünfjahresprojekt in Sagip-Lupa auf den Philippinen haben Wissenschaftler zusammengearbeitet, um Methoden zur Reduktion der Bodenerosion zu untersuchen, die eine ernste Bedrohung für die Nahrungsmittelproduktion und die Umwelt darstellt.
An den drei Versuchsstandorten wurden bei der Anwendung traditioneller Anbaumethoden durchschnittliche Verluste der oberen Bodenschicht von über 100 Tonnen/ha verzeichnet. Die Erhaltung wertvollen Oberbodens durch die Verwendung von Paraquat und Direktsaatsystemen ist statistisch signifikant.
Dies brachte auch Vorteile für die Kulturen.
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Erhöht die organischen Substanz im Boden
Durch den Einsatz von Paraquat in Systemen mit geringerer Bodenbearbeitung kann organische Substanz erhalten werden. Dies ist gut für die Bodengesundheit und -struktur, denn dadurch wird die Fruchtbarkeit erhöht, die Wasserinfiltration und -retention verbessert und Kohlendioxid gebunden.
Fallstudie
Durch den pfluglosen Anbau und den Einsatz von Paraquat zur Unkrautbekämpfung kann eine der letzten Bodenressourcen für die Nahrungsmittelproduktion in China erfolgreich genutzt werden.
Unkrautbekämpfung
Paraquat ist ein wichtiges Mittel zur Unkrautkontrolle. Es bekämpft viele Arten und kann in den meisten Kulturen angewendet werden. Durch seine Wirkungsweise ist es vor allem dort wertvoll, wo der intensive Einsatz von Glyphosat zur Entwicklung Glyphosat-resistenter Unkräuter geführt hat oder führen kann.
Fallstudie
Die großflächige Einführung genetisch manipulierter Glyphosat-resistenter Kulturen hat dazu geführt, dass sich die Landwirte mittlerweile zu stark auf Glyphosat verlassen.
Zwar fördert Glyphosat die kontinuierliche Anwendung von Direktsaatsystemen - mit allen damit verbundenen Vorteilen für die Bodenerhaltung - doch schätzt man, dass in Brasilien heute bis zu drei Millionen Hektar von Glyphosat-resistenten Unkräutern befallen sind.
Bei einem integrierten Unkrautbekämpfungssystem wird weiterhin Glyphosat zum Abbrennen gespritzt, aber anschließend wird vor und nach Anlegen der Kultur ein Herbizid auf Paraquatbasis angewendet.
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Schnelle Wirkung
Paraquat hat in allen Jahreszeiten und unter allen Bedingungen eine schnelle Wirkung: heiß, trocken, früh oder spät im Jahr. Paraquat ist in 15 - 30 Minuten regenfest.
Fallstudie
Was ist Paraquat?
Paraquat ist ein Herbizid (chemisches Unkrautbekämpfungsmittel) zur Bekämpfung eines sehr breiten Spektrums an Unkräutern (unerwünschten Pflanzen) in über 100 Kulturen aller Klimazonen, einschließlich Getreide, Ölsaaten, Obst und Gemüse. Unkräuter nehmen den Kulturpflanzen Licht, Wasser und Nährstoffe und erschweren die Ernte. Der führende Paraquat-Hersteller Syngenta hat (als ICI) den Wirkstoff in den frühen 1960er Jahren entwickelt. Seitdem hat Paraquat zahlreiche Innovationen in nachhaltigen Anbausystemen ermöglicht, die darauf beruhen, dass es den Anbau erleichtert, indem es Unkräuter wirksam bekämpft und dadurch ihr Unterpflügen überflüssig macht. Dies erspart Landwirten Zeit und schont den Boden. Paraquat ist eines der am breitesten eingesetzten Herbizide der Welt. Es wurde in fast 90 Ländern für den Gebrauch zugelassen. Wenn es entsprechend der Gebrauchsanweisung verwendet wird, ist es sowohl wirksam gegen Unkräuter als auch sicher für Anwender, Verbraucher und Umwelt.
Im letzten Jahr berichtete das Paraquat-Informationszentrum über den erfolgreichen Einsatz von Paraquat in Direktsaatsystemen in Sichuan (Artikel hier lesen). Dieser Artikel wird jetzt durch Fang Shu-Ans eigene Untersuchungsergebnisse gestützt, die im Folgenden beschrieben werden.
No-Tillage Technique and Practice in Paddy Rice Wheat and Paddy Rice Oil Seed Rape Field in Leshan Area, Sichuan, China (Direktsaat in Reis-/Weizen- und Reis-/Ölsaatrapsfeld im Leshan-Gebiet, Sichuan, China) Von Fang Shu-An - Amt für Landwirtschaft, Bezirk Dongpo, Meishan, Provinz Sichuan, 612160 China
 

Vorort-Demonstrations-Programme in Westbengalen beweisen, dass der Einsatz von Paraquat und die Technik der Direktsaat bzw. des Auswerfens von Setzlingen in bewässerten Reiskulturen die Reisproduktion in Indien erhöht. Anfangs waren die Bauern extrem skeptisch, aber sehen heißt glauben – und die Reaktion von Regierungsvertretern war äußerst positiv.
Paraquat und ein Anbau durch Direktsaat bieten eine Lösung, die für die westbengalischen Reisbauern die Kosten und die zum Reisanbau erforderlichen Tage auf ein Minimum reduziert.
Die Artikel in diesem Bereich stellen anhand ausgewählter Beispiele vor, wie Paraquat eingesetzt wird und welche neuen Anwendungsmöglichkeiten in nachhaltigen Anbausystemen untersucht werden.
Die Fallstudien zeigen, welche Vorteile die Anwendung von Paraquat für die Landwirte, ihre Familien und ihr Land bringt und wie sie dadurch bessere Kulturen anbauen können.
Paraquat ist eins der am breitesten eingesetzten Herbizide der Welt und wird von Syngenta weltweit unter dem Markennamen Gramoxone verkauft. Eine Liste anderer Markennamen, unter denen Paraquat erhältlich ist, finden Sie hier.
Paraquat wird in über 100 Ländern eingesetzt, um den Boden für den Anbau vorzubereiten oder die Unkräuter in über 100 Kulturen zu kontrollieren, u. a. wichtige Nahrungsmittelkulturen wie Mais, Reis, Soja, Weizen, Kartoffeln, wichtige Obstkulturen wie Äpfel, Orangen, Bananen, Getränke wie Kaffee, Tee, Kakao und Kulturen zur Weiterverarbeitung wie Baumwolle, Palmöl, Zuckerrohr und Kautschuk.
In diesem Bereich finden Sie Informationen über Kulturen, in denen Paraquat als wichtiges Hilfsmittel eingesetzt wird, sowie eine Auswahl von Fallstudien, die die Vorteile der Paraquatanwendung in einigen sehr unterschiedlichen Anbausystemen illustrieren.
Die Übersichtsartikel beschreiben die Kultur, die Anbauregionen und die Anwendungsbereiche, Anbaumethoden und Probleme mit Unkräutern, Schadinsekten und Krankheiten sowie die wichtigsten Vorteile des Einsatzes von Paraquat. Hier sind die Informationen zusammengefasst, während umfangreichere Artikel in der Wissensbank zu finden sind.

Paraquat ist für Landwirte auf der ganzen Welt seit fast 50 Jahren ein wertvolles Mittel. Seine schnelle Wirkung und Regenfestigkeit sowie seine neue Rolle bei der Bekämpfung von Unkrautresistenzen sind unübertroffen.
Bedeutung und Nutzen von Paraquat gehen jedoch weit über die einfache Unkrautbekämpfung hinaus. Aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaft, fest am Boden gebunden und dadurch biologisch inaktiv gemacht zu werden, ist es eine Schlüsselkomponente bei der schonenden Bodenbearbeitung, insbesondere in Direktsaatsystemen, geworden.
Wenn Paraquat in Systemen mit minimaler Bodenbearbeitung eingesetzt wird, verbessert es die Bodenstruktur und -fruchtbarkeit, die Pünktlichkeit der Anwendungen, die biologische Vielfalt und die Gesamtrentabilität des Anbaus. Es ist auch einzigartig als ein nichtselektives Herbizid, das zwischen die Reihen wachsender Kulturen gesprüht werden kann, ohne dass Schäden an der Kultur zu befürchten sind.
In diesem Abschnitt können Sie sich über die besonderen Vorteile informieren, die Paraquat im landwirtschaftlichen Betrieb, für die Umwelt und in ländlichen Gemeinschaften bringt.
 
Die wichtigsten Vorteile von Paraquat
Im Betrieb Für die Umwelt
Verschiedenstes Pflanzenmaterial, so genannte‚ Biomasse’, kann zu Biokraftstoffen verarbeitet werden. Biodiesel ist das Produkt aus Pflanzenölen, die aus Sojabohnen, Sonnenblumen, Raps, Palmen, Kokosnüssen und anderen, exotischeren Samen wie beispielsweise Jatrophasamen gewonnen werden. Bioethanol wird durch die Vergärung von Mais, Zuckerrüben und Zuckerrohr, Switchgrass und Weizen sowie anderem zellulosehaltigen Pflanzenmaterial gewonnen.
Ethanol überflügelt Biodiesel weltweit, da es für dafür mehr reife Märkte und eine bessere Infrastruktur gibt. In den USA, wo es hauptsächlich aus Mais gewonnen wird, wird Ethanol seit vielen Jahren mit Benzin gemischt.
Wegen des derzeit hohen Verbrauchs von fossiler Energie für die Herstellung und den Transport zu den Märkten ist amerikanisches, aus Mais gewonnenes Ethanol nicht die viel versprechende Lösung des Problems der globalen Erwärmung und der Energiesicherung. Einige Systeme zum Aufbau einer Ethanolproduktion sind auf Kohle und Dieselenergie angewiesen, um die Ethanolwerke zu betreiben. In Brasilien hingegen wird Ethanol in einem effizienten Verfahren aus Zuckerrohr gewonnen, das seit der Ölkrise 1970 verbessert wurde, und dadurch werden die Emissionen von Treibhausgasen um 80 % gesenkt.
 Am 9. Oktober 2006 erschien in SanNong Online der Artikel „Die Geschichte von Gramoxone und Direktsaat in Sichuan“ (auf Chinesisch). Der von Chen Hongbo verfasste Artikel beschreibt, wie Bauern in Sichuan Direktsaatsysteme entdeckten und mit der Hilfe von Paraquat Erfolge erzielten.
Durch die Einführung von Direktsaatsystemen mit der Anwendung von Paraquat konnten die Landwirte dieser Provinz Kosten, Arbeitskräfte und wertvolle Wasserressourcen signifikant senken und gleichzeitig die Erträge steigern und sogar in der schwierigen Regenzeit Kulturen abwechseln, was zu einem höheren Einkommen führte.
Paraquat unterstützt Direktsaatsysteme im chinesischen Sichuan
Sichuan hat aufgrund der ungewöhnlichen und vielgestaltigen Topografie und des Einflusses abwechselnder Witterungsbedingungen ein einzigartiges Klima. Die Winter in Sichuan sind trocken, es regnet selten. Die Zeit von April bis Oktober bringt dort reichliche Niederschläge, aber im Westen der Provinz dauert die Regenzeit von Mai bis September. Dieses Klima erschwert die Fruchtfolge mit konventionellen Methoden. Konventionelle Bodenbearbeitungssysteme verringern auch mit der Zeit die Filterkapazität des Bodens und können zu Verzögerungen der Pflanzungen und zu Ertragseinbußen führen.