Einsatz von Paraquat rund um den Globus: SO-Asien

Paraquat in Kombination mit Direktsaat-Anbaumethoden stellt eine Lösung für nordvietnamesische Maisbauern dar, weil diese Bodenerosion minimiert und die Produktivität maximal erhöht. Mais ist eine wichtige Kultur für die Vietnamesen, insbesondere für diejenigen in der hügeligen Nordwestregion, in der über 180.000 Hektar (ha) Mais angebaut werden. Fast der gesamte Mais wird während der Regenzeit auf Hangböden angebaut.
Nach einem Bericht, der auf der 20. Konferenz der Asian-Pacific Weed Science Society im November 2005 vorgestellt wurde, reduzierte Paraquat, das sowohl vor der Mais Aussaat als auch zwischen den Maisreihen gespritzt wurde, die Bodenerosion in dieser Region um 34 % und verkürzte die Wachstumszeit um über 20 Tage pro Saison. Dies entspricht Personalkosteneinsparungen von VND 750.000 (ca. EUR 36,7) pro ha im Vergleich zu manuellen Jätmethoden.
Direktsaatmethoden widersprechen den traditionellen, aber zeitaufwendigen „Slash-and-burn“-Praktiken in Vietnam, welche die Bauern auf eine Kultur pro Jahr beschränkte und oft zu geringen Erträgen und starker Erosion führte.
Paraquat ermöglicht den Reisanbau auf bisher nicht produktiven Flächen und reduziert die Zeit zwischen den Reiskulturzyklen in Indonesien.
Die Bevölkerung Indonesiens wächst jährlich um 2 % und seine Regierung steht vor der Herausforderung, eine ausreichend hohe Reisproduktion zu erzielen, um seine Bevölkerung zu ernähren. Sie hofft, dies dadurch zu erzielen, dass derzeit nicht produktive Flächen (z. B. die Gezeitenzonen von Kalimantan) in Kulturland umgewandelt und mehr Reisernten pro Jahr möglich werden.
Paraquat – Ausdehnung der kultivierbaren Flächen
Derzeit gibt es 1 Million Hektar Gezeitenreiskulturen, vor allem in Kalimantan, aber das Potential beläuft sich auf fast das Zehnfache. Etwa 60 % dieses Gebiets wird durch die Gezeiten beeinflusst. Wenn die auflaufende Flut für die zum Meer fließenden Flüsse eine Barriere bildet, kommt es zu Überschwemmungen, bei denen diese Gebiete mit leicht brackigem Süßwasser überflutet werden. Viele dieser Böden befinden sich auf einer Eisenpyritschicht. Dort ist Reisanbau zwar möglich, aber es besteht Erosionsgefahr.
 
Die Artikel in diesem Bereich stellen anhand ausgewählter Beispiele vor, wie Paraquat eingesetzt wird und welche neuen Anwendungsmöglichkeiten in nachhaltigen Anbausystemen untersucht werden.
Die Fallstudien zeigen, welche Vorteile die Anwendung von Paraquat für die Landwirte, ihre Familien und ihr Land bringt und wie sie dadurch bessere Kulturen anbauen können.
Paraquat ist eins der am breitesten eingesetzten Herbizide der Welt und wird von Syngenta weltweit unter dem Markennamen Gramoxone verkauft. Eine Liste anderer Markennamen, unter denen Paraquat erhältlich ist, finden Sie hier.
Paraquat wird in über 100 Ländern eingesetzt, um den Boden für den Anbau vorzubereiten oder die Unkräuter in über 100 Kulturen zu kontrollieren, u. a. wichtige Nahrungsmittelkulturen wie Mais, Reis, Soja, Weizen, Kartoffeln, wichtige Obstkulturen wie Äpfel, Orangen, Bananen, Getränke wie Kaffee, Tee, Kakao und Kulturen zur Weiterverarbeitung wie Baumwolle, Palmöl, Zuckerrohr und Kautschuk.
In diesem Bereich finden Sie Informationen über Kulturen, in denen Paraquat als wichtiges Hilfsmittel eingesetzt wird, sowie eine Auswahl von Fallstudien, die die Vorteile der Paraquatanwendung in einigen sehr unterschiedlichen Anbausystemen illustrieren.
Die Übersichtsartikel beschreiben die Kultur, die Anbauregionen und die Anwendungsbereiche, Anbaumethoden und Probleme mit Unkräutern, Schadinsekten und Krankheiten sowie die wichtigsten Vorteile des Einsatzes von Paraquat. Hier sind die Informationen zusammengefasst, während umfangreichere Artikel in der Wissensbank zu finden sind.
Im September 2008 erhielt Paraquat nach einer Beurteilung durch den thailändischen Ausschuss für toxikologische Prüfungen die Genehmigung für den fortgesetzten Verkauf in Thailand und wurde für das neue Wiederzulassungsverfahren vorgesehen.
Im Mai 2009 steht die endgültige Genehmigung des Wiederzulassungsverfahrens durch das Ministerium für Landwirtschaft und Kooperativen noch aus, aber Paraquat wurde in die erste Phase des Prüfungsprogramms eingeschlossen, das im Juli 2009 beginnen soll. Die derzeitige Zulassung endet im August 2011.
Infolge einer größeren Änderung der Vorschriften für Pflanzenschutzmittel hat das Ministerium fast 27.000 Wiederzulassungsakten zu bearbeiten. CropLife International, der weltweite Verband zur Vertretung der Pflanzenschutz- und Biotechnologieindustrie, hat mit Vertretern der thailändischen Kontrollbehörden zusammengearbeitet, um die Vorschriften des Landes in Bezug auf die Herbizide, Fungizide, Insektizide und andere Pflanzenschutzmittel zu verschärfen, die auf den 18 Millionen Hektar Kulturland angewendet werden.
 
Landwirtschaftliche Fakten über Thailand 1. - Thailands Stellung als Reisexportland
10 Millionen ha Reisanbaufläche
11 % des thailändischen BIP stammt aus der Landwirtschaft
Der 4. APWSS-Kongress (Asia Pacific Weed Science Society), der im November 2005 in Ho Chi Minh stattfand, brachte neue Hinweise über den Nutzen von Paraquat. Die Ergebnisse einer Studie zeigten, dass Reisanbaumethoden ohne Bodenbearbeitung, die Paraquat anwenden, die Methanemissionen signifikant senken.
Die Studie mit dem Titel „Die Auswirkungen von Bewässerungssystem und Bodenmanagement auf die Methan- (CH4-) Emission aus dem Reisfeld“ war eine Zusammenarbeit zwischen der Forschungs- und Entwicklungsstation von Syngenta, Cikampek, und der Forschungsstation zum Schutz der landwirtschaftlichen Umwelt, Jakenan, in Indonesien. Syngenta ist ein führender Hersteller von Paraquat.
In einer einjährigen Studie wurden Felddaten gesammelt, um die Auswirkungen verschiedener Bewässerungs- und Bodenbearbeitungssysteme zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigen, dass Direktsaatsysteme ohne Bodenbearbeitung die Methanemissionen im Vergleich zu normalen Bodenbearbeitungsmethoden in der indonesischen Regenzeit um 43 % senken.