Costa Rica: Biodiversität in Bananenplantagen

Paraquat ermöglicht den Bananenbauern Costa Ricas ein effizientes Vegetationsmanagement und reduziert die Bodenerosion

Definition

Umlagerung von Feststoffen (Boden, Schlamm, Felsen oder andere Partikel), in der Regel durch die Einwirkung von Strömungen wie Wind, Wasser oder Eis durch eine nach unten oder hangabwärts gerichtete Bewegung.

Verlässliche Online-Referenzen und -Ressourcen

http://soilerosion.net/ Auf der "Soil Erosion"-Website werden verlässliche Informationen über die Bodenerosion von verschiedenen Fachdisziplinen und Quellen zusammengetragen. Sie ist bestrebt, die maßgebliche Internetquelle für all diejenigen zu sein, die mehr über Bodenabtrag und Bodenschutz erfahren möchten.
. Dabei hat es keine Auswirkungen auf die Artenvielfalt der Plantage im Hinblick auf Fische, Amphibien (Kaulquappen, Frösche, Kröten), Reptilien (Eidechsen) und Vögel.
Bananenproduktion Die Bananenproduktion ist in feuchten tropischen Gegenden sehr erfolgreich, weil dort die optimale Wachstumstemperatur das ganze Jahr konstant ist. In den Tropen gibt es jedoch auch hohe tägliche Niederschläge. Bei so viel Niederschlag muss das überschüssige Wasser über ein kompliziertes System von Entwässerungskanälen abgeführt werden. Diese Bedingungen fördern einen hohen Schädlings-, Krankheits- und Unkrautbefall, der durch einen relativ hohen Einsatz von Agrochemikalien in Schach gehalten werden muss. Die Ufer und Kanäle der Entwässerungssysteme in Bananenplantagen fördern gleichzeitig eine hohe Biodiversität. An den Ufern werden für gewöhnlich mehrjährige Gräser eingesät oder langsam wachsende Bäume und Büsche angepflanzt, um versehentliche Spritzmittelverwehungen aufzufangen und die Erosion in Zeiten starker Niederschläge zu vermindern. Dieses Habitat fördert die Artenvielfalt, denn es zieht Fische, Amphibien (Kaulquappen, Frösche, Kröten), Reptilien (Eidechsen) und Vögel an. Paraquat wird zur Kontrolle der Vegetation in den Bananenplantagen eingesetzt, da es die Unversehrtheit des Bodens erhält, indem es das Wurzelsystem mehrjähriger Pflanzen verschont und dadurch die Bodenerosion reduziert. Es wird im Boden schnell absorbiert und nicht in das Dränagewasser verlagert. Eine jüngere Studie* bestätigt, dass der langfristige Einsatz von Paraquat und anderen Chemikalien die Biodiversität der Bananenplantagen nicht beeinträchtigt. Die nachhaltigen Vorteile dieser Paraquat-basierten Systeme sind:
  • In Bananenplantagen kann eine beachtliche Biodiversität mit der Langzeitanwendung von Agrochemikalien (einschließlich Paraquat) koexistieren
  • Paraquat kann zur Unkrautbekämpfung eingesetzt werden, ohne die nützlichen Prozesse wie Streuabbau und Bodenatmung zu beeinträchtigen
  • Der Einsatz von Paraquat unterstützt die Managementziele, die Bodenerosion zu vermindern und die Wasserqualität zu erhalten
Die Hauptvorteile von Paraquat in Bananenplantagen sind: a) Die ausschließliche Kontaktwirkung ermöglicht eine Regeneration der unterdrückten mehrjährigen Vegetation und erhält die Unversehrtheit des Bodens. b) Es wird beim Kontakt mit dem Boden inaktiviert und beeinträchtig daher weder die Fauna noch die im Boden ablaufenden Prozesse und ist im Boden unbeweglich, do dass es nicht in die Entwässerungskanäle gelangt. c) Da es nicht systemisch ist, schädigt es nicht die Pseudostämme der Bananenpflanzen, wenn es versehentlich darauf gespritzt wird. *Die Studie wurde in Zusammenarbeit von Zeneca (heute Syngenta), EARTH (Escuela de Agricultura de la Region Tropical Humeda), Del Monte und Dole durchgeführt, um die Biodiversität in kommerziellen und in Low-Input-Bananenplantagen zu untersuchen. In den fünf Jahren vor Beginn der Studie erhielten die sechs kommerziellen Plantagen bis zu 60 Fungizid- und Nematizidapplikationen und Paraquat wurde regelmäßig eingesetzt. Auf den Low-Input-Plantagen hingegen wurde der Einsatz von Chemikalien stark reduziert.